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CoVLAB startet Corona-Tests nach der Lolli-Pooling-Methode an Schulen

CoVLAB startet Corona-Tests nach der Lolli-Pooling-Methode an Schulen

Nach den Sommerferien führt das mobile Testlabor CoVLAB Baden-Württemberg Corona-Tests an mehreren Schulen durch. Die Lolli-Pooling-Methode kombiniert eine einfache und schonende Probenentnahme, die von den Schülerinnen und Schülern selbst vorgenommen werden kann, mit der hohen medizinischen Ergebnisqualität einer PCR-Analyse. Das Angebot besteht zunächst für den begrenzten Zeitraum ab Schuljahresbeginn bis Ende November.

Stuttgart, 10. September 2021 – Am 13. September 2021 beginnt das neue Schuljahr in Baden-Württemberg. Wegen der dominanten Delta-Variante ist die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nach wie vor sehr hoch – vor allem für ungeimpfte Kinder und Jugendliche. In dieser Phase der Pandemie kommt es darauf an, dass Kinder und Jugendliche trotzdem gut in das neue Schuljahr starten können. Wichtig ist daher, die Kinder regelmäßig zu testen, um COVID-Infektionen sicher und zügig zu erkennen und Infektionsketten frühzeitig unterbrechen zu können. Die Initiative CoVLAB der Baden-Württemberg Stiftung reagiert auf diese Herausforderung und unterstützt mit einem neuen Testangebot Schulen dabei, einen möglichst ungestörten Schulbetrieb sicherzustellen. Das Neue und Besondere: Bei den Tests kommen erstmals die an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) entwickelten Kauschwämmchen „ChewiFix“ zum Einsatz, die den Nasen-Rachen-Abstrich für den PCR-Test überflüssig machen. Damit verbindet die Methode die hohe diagnostische Aussagekraft einer PCR-Analyse mit einer einfachen Probenentnahme sowie einem schnellen Ergebnis. Sie wird zunächst für einen Zeitraum von einigen Wochen an verschiedenen Schulen in Schwäbisch Hall und Mannheim zum Einsatz kommen. Auf Basis der dort gewonnenen Erfahrungswerte soll dann über weitere Einsätze entschieden werden.

In zwei Schritten zum belastbaren Ergebnis

Im ersten Schritt lutschen die Schülerinnen und Schüler an einem medizinischen Wattestäbchen – eine Art der Probenentnahme, die Kinder unter Anleitung selbst durchführen können. Im Pooling werden dann die Wattestäbchen von mehreren Kindern oder Jugendlichen in einem Behälter gesammelt und gemeinsam im Labor analysiert. Können in einem Pool keine SARS-CoV-2 spezifischen Nukleinsäuren nachgewiesen werden, bedeutet dies Entwarnung für alle Testpersonen.

Probenentnahme für Einzeltestung ohne Nasen-Rachen-Abstrich

Bei einem positiven Befund werden die Schülerinnen und Schüler, von denen sich ein Wattestäbchen im Pooling-Behälter befand, erneut getestet. Die Proben werden dann einzeln ausgewertet, sodass das Befundergebnis personenspezifisch zugeordnet werden kann. Für diesen zweiten Schritt verwendet das CoVLAB-Team neuerdings ein medizinisches Mundschwämmchen. Es ist nicht unangenehm wie der Nasen-Rachen-Abstrich, kann mehr Speichel aufnehmen als ein Wattestäbchen und ist somit zur genaueren Nachtestung besser geeignet. Seine Handhabung ist so einfach wie beim Lolli-Test: Auf dem Mundschwämmchen kauen die Testpersonen eine Minute lang intensiv und fahren damit an den Wangeninnenseiten auf und ab. In Verbindung mit seiner PCR-Hochleistungsanalytik kann das CoVLAB aus dieser Speichelprobe ein ebenso belastbares Ergebnis ermitteln wie aus dem Probenmaterial eines Nasen-Rachen-Abstrichs. Dies haben Untersuchungen der UMM, die das CoVLAB medizinisch leitet und begleitet und auch dieses neuartige Verfahren mit dem „Kau-Lolli“ selbst entwickelt hat, ergeben. Durch die Kombination dieser beiden Schritte lassen sich in kurzer Zeit deutlich mehr Kinder und Jugendliche testen als bei einer reinen Einzeltestung, denn in der Praxis findet sich bei Weitem nicht bei jedem Pool ein positives Ergebnis. Mit seinem mobilen PCR-Hochleistungslabor kann das CoVLAB rein rechnerisch bis zu 3.000 Schülerinnen und Schüler an einem Tag testen. Der in beiden Stufen eingesetzte PCR-Test ist zudem sehr viel sicherer als die bisher in den Schulen genutzten Antigen-Schnelltests.

Testphase an Schulen

„Prognosen gehen davon aus, dass sich in der nächsten Zeit vor allem Jüngere mit Corona infizieren können. In dieser Phase der Pandemie kommt es im Interesse der Kinder und Jugendlichen vor allem darauf an, dass der Schulbetrieb möglichst wenig beeinträchtigt wird. In Kombination der hohen Ergebnissicherheit mit der schnellen Befundmitteilung und der hohen Kapazität an Schülerzahlen, die getestet werden können, hat das CoVLAB das ideale Konzept für den Einsatz an Schulen“, sagt Dr. Angela Kalous, Abteilungsleiterin Forschung bei der Baden-Württemberg Stiftung, die das CoVLAB vor einem Jahr auf den Weg gebracht hat und seitdem unterhält. Bereits am 14. September startet eine Testphase an weiterführenden Schulen in Schwäbisch Hall, die bis zum 24. September 2021 laufen wird. In Mannheim soll dieses Konzept ab dem 27. September 2021 für etwa sechs bis acht Wochen an mehreren Grundschulen erprobt werden und könnte bei Bedarf auf weitere Einrichtungen wie beispielsweise Kindertagesstätten ausgeweitet werden. Neben der medizinischen Betreuung bietet das CoVLAB den teilnehmenden Schulen dabei eine umfassende organisatorische Unterstützung: Die Testkits werden in die Schulen gebracht und die Proben wieder abgeholt. Zur Information der Schülerinnen und Schüler, ihrer Eltern sowie des Schulpersonals wurden unter anderem Bildergeschichten entwickelt, die den kompletten Ablauf in leicht verständlichen Schritten darstellen.

Regelbetrieb an Justizvollzugsanstalten und beim Polizeipräsidium Einsatz

Weiterhin besucht das CoVLAB außerdem regelmäßig die Justizvollzugsanstalten in Baden-Württemberg und die Bereitschaftspolizei in Göppingen, um dort PCR-Testungen durchzuführen. An den Justizvollzugsanstalten wurde zudem gerade eine Befragung durchgeführt, inwieweit das Personal Interesse an einer immunologischen Testung (z. B. Antikörper-Tests) hätte. Mit diesem Ansatz der medizinischen Begleitforschung könnte man stumme Infektionen nachweisen, die Immunantwort in Abhängigkeit von dem verabreichten Impfstoff untersuchen oder Daten zu Impfreaktionen und Nebenwirkungen gewinnen. Ein Konzept dazu wird aktuell erarbeitet.

Fotos

Informationen

Die bereitgestellten Fotos dürfen von Presseorganen zu nicht-kommerziellen Zwecken im Rahmen der Berichterstattung und unter Angabe des Copyright-Hinweises „Baden-Württemberg Stiftung gGmbH“ verwendet werden.

Weitere Informationen zum Projekt unter www.covlab.de

Medienkontakt:

Baden-Württemberg Stiftung gGmbH
Dr. Phillip Jeandrée
Referent Stabsstelle Kommunikation
Kriegsbergstraße 42 • 70174 Stuttgart
Tel.: 0711 248 476-17
jeandree@bwstiftung.de

Über das CoVLAB:

Die mobile Corona-Teststation CoVLAB besteht aus einem Modul zur Probenentnahme und
einem Sicherheitslabor, das in ein 40-Tonner-Sattelaufliegerfahrzeug integriert ist. Es kann daher schnell und flexibel dort eingesetzt werden, wo der größte Bedarf besteht. Das Projekt
wurde speziell für Testungen auf eine SARS-CoV-2-Infektion entwickelt. Im CoVLAB kommen molekulargenetische Virustests nach dem besonders sensitiven PCR-Verfahren zum Einsatz, die akute Infektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus nachweisen. Die Ergebnisse werden bei einem positiven Befund in der Regel noch am Tag der Abnahme übermittelt. www.covlab.de

Stiftungsprofil:

Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de

Universitätsmedizin Mannheim, medizinischer Betreiber des CoVLAB:

Das medizinische Angebot des CoVLAB nutzt die diagnostische Expertise der Universitätsmedizin Mannheim, die das mobile Labor betreibt. Unter der medizinischen Leitung von Prof. Dr. med. Michael Neumaier (Klinische Chemie und Labormedizin) und in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. med. Thomas Miethke (Mikrobiologie und Hygiene) sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Institute werden die ärztlichen und wissenschaftlichen Kompetenzen in besonderer Weise gebündelt. www.umm.de